Verantwortungsvolle Kakaobeschaffung in Ghana

Mit Ghana verbindet Lindt & Sprüngli ein enges Band. Von dort stammt ein großer Teil des Kakaos, der zu LINDT Schokolade verarbeitet wird. Lokale Bauern bauen die begehrte Frucht seit Generationen an. Lindt & Sprüngli engagiert sich mit ihrem Farming Program für Kakao, um die teilweise schwierigen Lebens - und Arbeitsumstände der Bauern in Ghana zu verbessern.

Lindt & Sprüngli beschäftigt sich seit Jahren mit der Frage, wie der beste Kakao erhalten und die Lebensqualität der Bauern verbessert werden kann. 

So wurde bereits 2008 ein Meilenstein realisiert: Gemeinsam mit dem Handelspartner Armajaro und dem Ghana Cocoa Board lancierte Lindt & Sprüngli ein Pionierprojekt, das den Startpunkt für das heutige  Lindt & Sprüngli Farming Program für Kakao markierte. Seither wird kontinuierlich daran gearbeitet, die Kakaobeschaffung verantwortungsvoll zu gestalten. Dies geschieht in drei Stufen:

  1. Die erste Stufe ist die Rückverfolgbarkeit: Rückverfolgbarkeit bedeutet, dass bekannt ist, woher die eingekauften Kakaobohnen stammen. Anhand von Codes auf den Säcken kann der Kakao bis zu den Bauern, die die Bohnen angebaut und geliefert haben, rückverfolgt werden. Dies bildet die Grundlage, um die Bauern zu stärken: Wenn Lindt & Sprüngli und ihre Partner die Bauern vor Ort kennen, können sie sich gezielter für die bessere Bedingungen einsetzen. 

  2. Die zweite Stufe ist die Weiterbildung und interne Überprüfung: Durch unterstützende Maßnahmen, können die Kakaobauern den Anbau und die Weiterverarbeitung des Kakaos bis hin zur Auslieferung ständig verbessern. Damit soziale und ökologische Themen langfristig im Bewusstsein der Bauern verwurzelt werden, setzen wir auf Weiterbildung: Die Bauern werden für Themen wie Kinderarbeit, Arbeitssicherheit und Ökologie sensibilisiert. Zugleich erhalten sie das notwendige landwirtschaftliche Wissen, um ihren Ertrag zu steigern. Durch die systematische Auswertung der Informationen aus dem eigens aufgebauten internen Überprüfungssystem können bei den rund 42.500 Bauern, die den Kakao für LINDT Schokolade in Ghana anbauen, Verbesserungen in Bezug auf landwirtschaftliche, soziale und ökologische Praktiken umgesetzt werden.

  3. Die dritte Stufe beinhaltet konkrete Verbesserungsmaßnahmen: Lindt & Sprüngli investiert sowohl in die Entwicklung der Anbaupraktiken als auch in die Entwicklungsförderung der Dorfgemeinschaften. Bauern erhalten beispielsweise Zugang zu Zubehör für Anbau und Ernte sowie neue Kakaosetzlinge. Die lokale Infrastruktur in den Dörfern wird beispielsweise durch Brunnen für Zugang zu sauberem Trinkwasser sowie die Verteilung von Moskitonetzen für den Malaria-Schutz verbessert.

  4. Der vierte Pfeiler ist die externe Überprüfung: Das Ghana-Projekt wird von unabhängigen und namhaften Auditoren überprüft. Dies schafft für die Kunden die Gewissheit, dass Lindt & Sprüngli laufend an der Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Kakaobauern arbeitet.
Grundlage des Engagements für verantwortungsvolle Kakaobeschaffung ist die Rückverfolgbarkeit des Kakaos bis in die Dörfer der Bauern. Bereits heute können wir alle in Ghana gekauften Kakaobohnen zurückverfolgen.

Diese vier Stufen bilden eine solide Basis für eine verantwortungsvolle Kakaobeschaffung und sind die Grundpfeiler des  Lindt & Sprüngli Farming Program für Kakao. Davon profitieren alle: Die Bauern können ihre Ernte und somit ihr Einkommen langfristig steigern und für LINDT Schokolade stehen qualitativ hochwertige Kakaobohnen zur Verfügung. Auch die Umwelt gewinnt: Da die Bauern in ökologischem Anbau geschult werden, verringern sich die Belastungen von Boden, Luft, Wasser, Mensch und Tier. Kunden und Handelspartner können darauf vertrauen, dass Lindt & Sprüngli das Thema der Nachhaltigkeit sehr ernst nimmt und dass die sozialen Bedingungen bei den einzelnen Bauern und in den Dörfern laufend verbessert werden.

Der Gesamtbedarf des Konsumkakaos für LINDT Schokoladen kommt aus Ghana. Das Ghana-Projekt, wie z.B. durch Schulungen der Bauern, trägt zu besseren Lebensbedingungen der Bauern vor Ort bei.

Fokus auf Ghana

Die Elfenbeinküste und Ghana zählen weltweit zu den wichtigsten Ländern für den Anbau von Kakao. Aus diesen beiden westafrikanischen Ländern stammt mehr als die Hälfte der weltweiten Ernte. Weil die Rahmenbedingungen für einen verantwortungsbewussten und qualitativ hochwertigen Einkauf in Ghana besser sind als in der Elfenbeinküste, werden für LINDT Schokoladen seit 2005 nur noch Kakaobohnen aus Ghana bezogen. Dort ist die Qualität der Bohnen höher und das Risiko für Kinderarbeit kleiner, denn der Kakaomarkt ist in Ghana seit Jahren streng reguliert.

Die Konzentration auf ein Land und die enge Zusammenarbeit mit lokalen Partnern führen dazu, dass unser Verständnis für Land und Leute in Ghana immer besser wird. So können Mängel und Herausforderungen ganz konkret angegangen werden. Die mit  Partnern entwickelten Lösungen setzen deshalb genau dort an, wo es für die Bauern am wichtigsten ist. 

Akwasi Addie, Kleinbauer in Ghana, profitiert durch das Lindt & Sprüngli Kakaoanbauprogramm von besseren Rahmenbedingungen.

Freiwilliger Beitrag zur Unterstützung lokaler Projekte

Um solche gezielten Projekte für die Bauern zu entwickeln und ihre Lebensbedingungen zu verbessern, bezahlen wir pro Tonne eingekauftem Kakao für LINDT Schokolade einen freiwilligen Aufpreis. Dieser wird vor Ort in Projekte zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen eingesetzt. 

Besonders wichtig sind dabei Projekte zur Aus- und Weiterbildung der Bauern. Der Kakaobaum ist ein empfindlicher Baum, der in viel Handarbeit gehegt und gepflegt werden will – nur dann gedeihen qualitativ hochwertige Kakaobohnen, die zu exzellenter LINDT Schokolade verarbeitet werden können. Um die Bäume richtig zu pflanzen, ihre Früchte zum richtigen Zeitpunkt zu ernten und die ersten Schritte der Verarbeitung vorzunehmen, ist viel Wissen nötig.

Unsere lokalen Partner arbeiten deshalb gemeinsam mit den Bauern an der Sicherstellung der Qualität. Dazu werden die Bauern in guter landwirtschaftlicher Praxis ausgebildet. So können sie wirtschaftlicher arbeiten, die Qualität verbessern und ihren Ertrag steigern. Auch wird in den Schulungen viel Wert gelegt auf Themen wie Arbeitssicherheit, faire Arbeitsbedingungen und Umweltverträglichkeit.

Sauberes Trinkwasser und Zugang zu Bildung

Es reicht aber nicht, nur in die Aus- und Weiterbildung der Kakaobauern zu investieren. Ebenso wichtig ist, dass an der Verbesserung von Rahmenbedingungen und Infrastruktur gearbeitet wird. So ist zum Beispiel der Zugang zu sauberem Trinkwasser oder zu Schulbildung häufig nur mangelhaft und tropische Krankheiten wie Malaria sind weit verbreitet. Viele Projekte, die von Lindt & Sprüngli mit einem lokalen Partner realisiert werden, setzen an diesen Herausforderungen an: Durch die Vergabe von Tausenden von Moskitonetzen und dem Bau von Brunnen wird ein Beitrag an die Gesundheit  der Dorfbewohner geleistet. Seit 2008 wurde zudem eine zerstörte Schule wiederaufgebaut und modernisiert. Weitere kleine Schulungszentren wurden neu errichtet. Diese bieten den Kakaobauern Zugang zu Bildungsangeboten und den lokalen Schulkindern eine Möglichkeit, Computer, Internet und moderne Kommunikationstechnologien zu nutzen. 

Der Anbau von Kakao erfordert viel Handarbeit. Um die hochwertige Qualität der LINDT Schokolade sicherzustellen und gleichzeitig die Erträge der Bauern zu erhöhen, ist die Aus- und Weiterbildung der Kakaobauern besonders wichtig.

Das Erfolgsmodell ausweiten

Mit dem  Lindt & Sprüngli Farming Program für Kakao, das aus dem Ghana-Projekt entstanden ist, wurde ein eigener, spezifischer und verantwortungsvoller Weg gewählt, der gewährleistet, dass die LINDT Schokoladen aus nachhaltig produziertem Kakao bestehen. Bereits heute können wir alle in Ghana gekauften Kakaobohnen zurückverfolgen. Weil das Modell überzeugt, wollen wir bis ins Jahr 2020 den gesamten Kakaobedarf zu den Bauern rückverfolgen und deren Herstellung überprüfen - nicht nur in Ghana, sondern weltweit.